Die Damen der Handball Sportunion Leoben lieferten im Heimspiel gegen den UHC Graz 1 eine beeindruckende Vorstellung ab, die vor allem von großem Kampfgeist, Zusammenhalt und einer starken zweiten Halbzeit geprägt war. Obwohl die Partie am Ende knapp mit 27:28 verloren ging, hinterließ das Team einen bleibenden Eindruck und zeigte, welchen Entwicklungsschritt die Mannschaft in dieser Saison bereits gemacht hat.

Da Headcoach Alfred Leithold an diesem Abend verhindert war, übernahm Ex-Profi Martina Skolkova die Rolle der Spielertrainerin. An der Bank erhielt sie wertvolle Unterstützung von Rückraumspielerin Dafina Krasniqi, die nach einer Erkrankung zwar noch nicht einsatzfähig war, aber wichtige Impulse einbrachte.
Die Mannschaft tat sich zunächst schwer und zeigte in der ersten Halbzeit zu viel Respekt vor dem Gegner. Die Abläufe im Angriff waren zu statisch und es gelang zu selten, klare Räume zu schaffen. Der daraus resultierende 8:17 Pausenrückstand spiegelte nicht das tatsächliche Potenzial wider, das in der Mannschaft steckt.
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Leobner Damen wie ausgewechselt. Mit breiterem Angriffsspiel, schnelleren Entscheidungen und einer deutlich kompakten Abwehr arbeitete sich das Team Tor um Tor heran. Die Halle wurde spürbar lauter und die Gastgeberinnen brachten die Grazerinnen bis in die Schlussphase in deutliche Bedrängnis. Besonders gut funktionierte die Flügelzange bestehend aus Fabienne Haindler und Yara Leithold, die immer wieder über Außen für gefährliche Abschlüsse und je sechs Treffer sorgten. Der letzte große Jubelmoment war Yara Leitholds Kontertreffer zum 27:28, der das Spiel noch einmal völlig öffnete. Für das letztlich verdiente Unentschieden fehlte jedoch die Zeit.
Spielertrainerin Martina Skolkova zeigte sich nach der Partie tief bewegt und lobte ihre Mannschaft in höchsten Tönen.
"Ich bin so dankbar, dass mich alle so toll unterstützt haben. Ich war davor noch nie Coach einer Damenmannschaft, aber mit diesen Mädels war das eine super Erfahrung. Vor der Pause waren wir zu statisch im Spielaufbau. In der zweiten Halbzeit mussten wir, auch für unsere Fans, etwas ändern. Wir spielten im Angriff breiter und trafen die richtigen Entscheidungen. Das und eine bessere Abwehrleistung brachte uns wieder in die Spur und am Ende fehlten wohl 1 bis 2 Minuten zu einem sensationellen Sieg. Großes Lob dem ganzen Team, das sich einmal mehr kämpferisch und mit Herz präsentierte."
Ein besonderes Highlight war die Partie auch für die erst 15-jährige Maria Leithold, die viel Spielzeit auf der Rückraum Mitte erhielt und diese Chance eindrucksvoll nutzte. Mit Übersicht, präzisen Pässen an den Kreis und mutigen Entscheidungen setzte sie ebenfalls wichtige Akzente. "Es ist großartig mit diesem Team gemeinsam am Platz zu stehen. Ich lerne in jedem Spiel dazu und freue mich, wenn mir gute Aktionen gelingen und ich meine Teamkolleginnen mit Pässen freispielen kann. Schade, dass es am Ende heute knapp nicht gereicht hat, aber wir haben wieder einen großen nächsten Schritt nach vorne gemacht.", so die junge Spielmacherin.
Auch wenn es am Ende knapp nicht zum Punktgewinn reichte, zeigte die Mannschaft eine begeisternde Leistung, die Mut macht. Die starke zweite Halbzeit war ein klares Zeichen dafür, dass die Leobner Damen weiter zusammenwachsen und sich spielerisch wie mental kontinuierlich weiterentwickeln. Der eingeschlagene Weg stimmt und lässt auf kommende Erfolgserlebnisse hoffen.
Nach dem Spiel feierte Leobens Damenteam gemeinsam noch die Geburtstage von Martina Hricisonova und Julie Lausecker, ein weiteres Zeichen für den sehr guten Zusammenhalt in der Mannschaft.
Kader und Tore: Lausecker; Haindler (6), Leithold Y. (6), Marijanovic (5/3), Skolkova (4), Siller (3), Hricisonova (2), Leithold M. (1), Hanel, Krasniqi, Prokop, Schmudek



















