Leoben setzt ein Ausrufezeichen in der HLA CHALLENGE Ost und bezwingt den Tabellenführer Sportunion DIE FALKEN St. Pölten in einem intensiven und spannenden Heimspiel mit 29:27. Leobens Future-Team komplettierte den erfolgreichen Abend mit einem 33:32 Heimsieg. Am Montag sind die Montanstädter nun im Cup-Einsatz auswärts bei #1Team Handball SV.

Leoben Schlussmann Lombes-Birkenheuer wird man in St. Pölten wohl nicht so schnell vergessen (Foto: Robert Edegger)
Die Handball Sportunion Leoben hat am Samstag mit einem 29:27-Heimsieg gegen den Tabellenführer Sportunion DIE FALKEN St. Pölten ein Ausrufezeichen in der HLA CHALLENGE Ost gesetzt und sich wieder retour auf die Siegerstraße gebracht. Von Beginn an präsentierten sich die Leobner hochkonzentriert und erwischten einen Traumstart. Bereits nach wenigen Minuten lagen die Hausherren mit 8:2 in Führung. Die Defensive stand kompakt, und im Angriff wurden die Chancen konsequent genutzt. Als guter Schachzug erwies sich die Aufstellung auf Leobens rechter Seite, wo Dàniel Pinter im Rückraum und Kovacech am rechten Flügel startete. Doch St. Pölten ließ sich nicht abschütteln. Noch vor der Pause kämpften sich die Gäste Tor um Tor heran und verkürzten auf 15:14.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie auf Augenhöhe. Mehrfach gelang der SU DIE FALKEN St. Pölten der Ausgleich, doch Leoben zeigte in den entscheidenden Momenten Nervenstärke – insbesondere in Unterzahlsituationen verteidigte das Team diszipliniert und ließ kaum einfache Tore zu. Ein entscheidender Faktor für den Erfolg war, neben einer diesmal lauffreudigen und agressiven Deckung, Torhüter Adrian Lombes-Birkenheuer. Mit einer Vielzahl an Paraden, darunter mehrere freie Würfe, brachte er die Angreifer der Gäste immer wieder zur Verzweiflung. Gerade in der Schlussphase, als St. Pölten alles auf eine Karte setzte, war Lombes-Birkenheuer zur Stelle und hielt den knappen Vorsprung fest. Gäste-Trainer Damir Djukic erkannte die Leistung des Leobner Schlussmanns ausdrücklich an: "Wir hatten heute dreißig Fehlwürfe. Wir haben den Leoben-Goalie nicht gekannt, tun uns gegen große Torhüter generell schwer, und er war heute klar der Man-of-the-Match für mich. Meine Spieler haben sehr gut gespielt und ich kann ihnen von der Wurfauswahl auch keinen Vorwurf machen. So gesehen, müssen wir so weiter machen und dann werden wir in der nächsten Runde auch wieder belohnt werden."

Grenzenloser Jubel bei Leoben nach einem verdienten Heimsieg gegen die Tabellenführer (Foto: Robert Edegger)
Leoben-Trainer René Kramer zeigte sich nach dem 29:27 Heimsieg zufrieden mit der Mannschaft und vor allem mit der Art und Weise wie man heute am Feld agierte: "Mir war vor der Partie wichtig, dass die Jungs endlich ihr wahres Gesicht zeigen und das haben sie heute auch getan! Gratulation an die Mannschaft zu diesem Erfolg." Leobens Schlussmann Adrian Lombes-Birkenheuer lobte ebenso seine Vorderleute, die ihm die nötige Unterstützung gaben: "Wir wussten, dass wir jedes Spiel gewinnen müssen und heute ist uns das gelungen! Die letzten beiden Runden haben wir phasenweise schon eine gute Deckung gespielt, aber heute haben wir noch eine Schippe draufgelegt. So muss das sein!"
Schon am Montag, den 8. Dezember sind die Leobner wieder im Einsatz. In der 2. Runde des ÖHB-Cups treffen die Obersteirer um 14:00 Uhr auswärts auf #1Team Handball SV, einer Mannschaft von der man nur Atzgersdorf als Spielort kennt und dass die Wiener in der 1. Cup Runde, das Landesligateam der BT Füchse knapp mit 29:28 aus dem Bewerb warfen.
Kader und Tore: Lombes-Birkenheuer, Reiter, Bezovnik; Kovacech (7/2), Pinter (7), Typolt (5), Schweiger (4), Mustafic (3), Edegger (1), Hinterreiter (1), Lechner (1), Jadron, Kvarits, Scheer, Stromberger, Wegscheider
Best Player Award: Lombes-Birkenheuer (Handball Sportunion Leoben), Hübner (SU DIE FALKEN St. Pölten)
Einen Krimi bis zum Ende boten die beiden Future-Teams den Fans auf der Tribüne. Leoben lag zur Pause noch mit 17:19 in Rückstand, konnte die Partie nach der Pause jedoch drehen und feierte am Ende einen knappen 33:32 Heimsieg, der nur mit einer geschlossenen Teamleistung zu schaffen war.
Kader und Tore: Bezovnik; Mayr (10/4), Schüller (6), Scheer (5), Lausecker (4), Kvarits (3), Trafella (3), Sabazgiraev (1), Stromberger (1), Donossa, Florijancic, Wegscheider



















