Die Sportunion Leoben hat am Samstagabend in der HLA CHALLENGE Ost ein spannendes und torreiches Spiel gegen Handball WEST WIEN mit 34:34 (18:19) beendet. Die Zuschauer in der Sporthalle Leoben/Donawitz sahen eine Partie, die bis zur letzten Sekunde offen blieb – und in der vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit der Leobner im Vordergrund stand.

Neuerwerbung Daniel Pinter stand nach Verletzung erstmals im Kader (Bild: Robert Edegger)
Gleich elf verschiedene Spieler der Sportunion Leoben konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Diese Ausgeglichenheit ist in der Liga eine Seltenheit und unterstreicht die Variabilität und Tiefe des Kaders. Neben den Topscorern Elias Typolt und Paul Hinterreiter (je 5 Tore) sowie Franz Pucher (5 Tore) trugen auch viele andere Spieler wichtige Treffer bei. Besonders erfreulich: Auch Rückkehrer Daniel Pinter, der nach langer Verletzungspause erstmals wieder im Kader stand, konnte sich mit zwei Toren in die Statistik eintragen.
Das Spiel begann mit hohem Tempo und wechselnden Führungen. WEST WIEN zeigte sich als erwartet starker Gegner und verlangte der Leobner Defensive alles ab. Die Gäste gingen mit einer knappen Führung in die Pause, doch Leoben blieb stets dran und kämpfte sich immer wieder zurück. In der Schlussphase bewiesen die Hausherren Nervenstärke und erzielten in den letzten Minuten noch den viel umjubelten Ausgleich, während die Gäste noch zwei Mal vom Siebenmeter-Punkt scheiterten.
Kreisläufer Elias Typolt, an diesem Abend MVP der Hausherren, analysierte nach dem Spiel selbstkritisch: "Wir haben heute am Ende noch die Chance zum Sieg gehabt, müssen aber froh mit dem Punkt sein. Wir verwerten leider zu wenig freie Würfe und hinten helfen wir unseren Torhütern nicht. Wir müssen im Training gerade in der Abwehr mehr ackern und versuchen positiv zu bleiben, weil mit Atzgersdorf die nächste schwere Aufgabe wartet!"
Auch WEST WIEN-Trainer Lukas Musalek zeigte sich zufrieden mit dem Auftritt seiner jungen Mannschaft: "Wir können mit dem Spiel zufrieden sein. Unsere junge Mannschaft hat super gespielt. Am Ende fehlt uns noch die Routine, um so eine Partie über die Zeit zu bringen."
Für die Sportunion Leoben ist das Remis ein wichtiger Punkt im Kampf um die vorderen Tabellenplätze. Die Tatsache, dass sich elf Spieler in die Torschützenliste eintragen konnten, macht Mut für die kommenden Aufgaben. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie nicht von Einzelaktionen abhängig ist, sondern als Kollektiv funktioniert. Mit dieser Breite und dem wiedergewonnenen Selbstvertrauen durch die Rückkehr von Spielern wie Daniel Pinter, sowie dem derzeitigen 3. Tabellenplatz, blickt das Team optimistisch auf das nächste schwere Heimspiel, kommenden Samstag, den 22. November um 19:00 Uhr, gegen MADx WAT Atzgersdorf.
Kader und Tore: Lombes-Birkenheuer, Reiter, Bezovnik, Hinterreiter (5), Pucher (5), Typolt (5), Edegger (4/3), Kovacech (3/1), Jadron (3), Schweiger (3), Mustafic (2), Pinter (2), Lechner (1), Kvarits (1), Scheer, Stromberger
Best Player Award: Typolt (Handball Sportunion Leoben), Brkic (Handball WEST WIEN)
Leobens Future-Team konnte gegen die starke Mannschaft von Handball WEST WIEN nicht mit halten und verlor mit 19:36. Erfreulich war die Leistung von Flügelspieler, Linkshänder Matej Holec der acht Treffer erzielte und dabei alle seine fünf Siebenmeter verwandeln konnte.
Kader und Tore: Bezovnik; Holec (8/5), Lausecker (3), Mayr (3), Schüller (3), Scheer (1), Wegscheider (1), Donossa, Draxler, Florijancic, Kvarits, Stromberger, Trafella


















