Im letzten Vorbereitungsspiel vor Saisonbeginn empfing die Sportunion Leoben am Donnerstag den HLA MEISTERLIGA-Klub HSG Holding Graz. Die Zweitligisten mussten sich am Ende deutlich mit 25:38 geschlagen geben, konnten jedoch vor allem in der ersten Halbzeit mit mutigem, diszipliniertem Handball überzeugen. Neben dem angeschlagenen Dino Mustafic und Dàniel Pintèr musste Leoben auch Alexander Lechner an diesem Tag aus privaten Gründen vorgeben. Umso erfreulicher war die Leistung von Marian Schweiger auf Rückraum Mitte, der im Turnier am Samstag noch verletzungsbedingt zusehen musste. Er bildet mit Lechner ein starkes Spielmacher-Team und hat seinen Kollegen in gewohnt starker Manier kompensiert.

Marian Schweiger ist "Mr. Konstant" im Leobner Team (Bild © Robert Edegger)
Gleich zu Beginn zeigten die Leobener, dass sie sich vor dem Erstligisten nicht verstecken wollten. Mit schnellen Kombinationen und Zugriff in der Abwehr hielten die Hausherren die Partie lange offen. Bis zur Pause lag das Team von Trainer René Kramer lediglich mit 15:17 hinten – ein Ergebnis, das den Spielverlauf widerspiegelte und den Hausherren ein Unentschieden durchaus verdient hätte.
Nach dem Seitenwechsel ließ die Konzentration der Hausherren nach, während Graz zunehmend seine Klasse ausspielte. Spätestens ab der 45. Minute setzte Trainer René Kramer dann auf die jungen Akteure im Kader: Das komplette Future-Team durfte sich gegen die routinierten Grazer auf dem Spielfeld beweisen. Für die jungen Spieler war es eine willkommene Möglichkeit, Erstliga-Luft zu schnuppern und sich mit Topspielern zu messen.
Auch wenn das Endergebnis mit 25:38 am Ende klar ausfiel, gab es für die Leobener zahlreiche Lichtblicke. Immer wieder gelangen ansprechende Kombinationen und mutige Offensivaktionen. Ausschlaggebend für den wachsenden Rückstand nach Wiederanpfiff war vor allem die starke Leistung von Graz-Keeper Eichberger, der zahlreiche Würfe parieren konnte und so den Gästen einen komfortablen Vorsprung sicherte. Schwer tat sich der Goalie allerdings gegen Julian Scheer. Der 16-jährige Leobner Linkshänder traf erst vom Flügel und dann auch vom rechten Rückraum fast nach Belieben und sorgte für Begeisterung im Publikum.
Für die Sportunion Leoben war dieses Testspiel eine wertvolle Standortbestimmung. Besonders die erste Halbzeit und die Spielfreude des Future-Teams machen Hoffnung für die bevorstehende Saison. Auch wenn die Niederlage gegen den HLA MEISTERLIGA-Klub deutlich ausfiel, konnten Trainer und Mannschaft viele Erkenntnisse für die künftigen Aufgaben mitnehmen.



















