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Handball Leoben

Unter dem Motto "In die Zukunft blicken, aber die Vergangenheit nicht vergessen" (Zitat Franz Rietner) berichten wir in den kommenden Wochen über Anekdoten und interessante, teils legendäre Geschichten unserer Vergangenheit. Wir sprechen mit Zeitzeugen, bringen spannende - teils in Vergessenheit geratene - Berichte und Interviews wieder ans Tageslicht. 

Teil 1 mit der Geburt und den ersten Schritten der Union Leoben, wie alles begann...

Die Vereinsanmeldung wurde am 2. Juni 1947 durch den provisorischen Obmann Wilhelm Zörkler und die provisorische Schriftführerin Erna Specht bei der Bezirkshauptmannschaft vorgenommen. Als „Proponenten“ stellten sich zur Verfügung: Wilhelm Zörkler (Buchhalter), Felix Weber (Bundesgebäudeverwalter), Josef Poschgan (Kaufmann), Friedrich Parent (Prokurist) und Dr. Alfred Ferstl (OLGR).
 
Am 12. Juni 1947 fand die erste Sitzung im Hotel Kindler statt. Am Tag darauf erfolgte dann auch ein erster Presseaufruf in der damaligen „Mürztaler Volksstimme“ und in der „Obersteirischen Zeitung“ wo mitgeteilt wurde, dass als erste Sparten Faustball, Schwimmen, Turnen und Tischtennis vorgesehen sind. Nach behördlicher Genehmigung des Vereins am 3. Juli 1947 wurde die Anmeldung des Vereines beim Union Landesverband vollzogen und folgender Vereinsausschuss gemeldet: Obmann Wilhelm Zörkler, Obmann-Stv. Felix Weber, Schriftführer Franz Rietner, Turn- und Sportwarte Karl Radlmayer und Heribert Pirkner.

Am 17. März 1948 wurde die 1. ordentliche Jahreshauptversammlung abgehalten. Aus dem Bericht des Obmannes Zörkler war zu entnehmen, dass der Verein mit großen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen habe und einige seinerzeit gewählte Amtsleiter nicht restlos ihre Pflichten erfüllten. Geschäftsführer Rietner berichtete über die Erfolge der einzelnen Sektionen, aber auch über Platzprobleme der Handballer und der Wintersportsektion, die unter dem Schneemangel des milden Winters litt. Ein schöner Erfolg sei auch das Nikolokränzchen gewesen, dessen Reinertrag aber durch die knapp darauf folgende „Geldentwertung“ sehr geschmolzen sei. Der Kassastand betrug 20 Schilling.

Die Neuwahl des Vorstandes ergab folgende offizielle Vereinsleitung: Obmann Rudolf Linnich, Obmann-Stv. und geschäftsführender Obmann Anton Gölles; Kassiere Franz Felbinger und Ing. Fritz Zehetgruber; Schriftführer Franz Rietner und Maria Trobey (seine spätere Frau); Kulturwart Dir. Dr. Karl Schröckenfuchs; Beiräte Dr. Anton Kolmayr, Josef Poschgan, Wilhelm Zörkler, Dr. Alfred Ferstl; Rechnungsprüfer Franz Grosina und Wilhelm Neuper. Leider erfüllte auch dieser Ausschuss nicht ganz die Erwartungen. So legte bereits im Oktober 1948 Obmann Linich seine Stelle nieder und Anton Gölles führte die Geschäfte bis zur nächsten Jahreshauptversammlung weiter.

Ein denkwürdiges Jahr war bereits 1949! Der Verein war verwaist. Es galt also, für die Neuwahl anlässlich der JHV einen tüchtigen Obmann zu suchen – und der „Seele des Vereines“, Franz Rietner, gelang es auch – er gewann Sepp Spitzenberger für das Amt des Obmannes. Unter der neuen Vereinsleitung vollzog sich nun der Aufbau der Union Leoben zu einem angesehenen und mächtigen Faktor in der Bergstadt Leoben, sowohl in sportlicher als auch gesellschaftlicher Hinsicht.

Eindrucksvolle Erfolge konnten in den Sparten Turnen, Wintersport, Handball und Sportkegeln erzielt werden. Der „Ball der Union“ wurde zum alljährigen, beliebten gesellschaftlichen Ereignis des Leobener Faschings. Gerne wurden auch die Silvesterfeiern bzw. „Handballkränzchen“ besucht.

1968 verstarb der Obmann Sepp Spitzenberger im 80. Lebensjahr, dem der Verein seinen großen Aufschwung zu verdanken hatte. Bei der erforderlichen Neuwahl 1968 konnte mit Hofrat Dr. Matthias Wieland wieder ein tüchtiger Obmann gefunden werden, dem OStR Theo Fuchs ein tatkräftiger geschäftsführender Obmann zur Seite stand, die den Verein weiterhin aufwärts führten.

Nach dem allzu frühen Tod von Obmann Dr. Wieland im Jahr 1995 begann die 5. Ära des Vereins mit der Wahl von Dipl. Ing. Günther Schober zum Obmann. Diese war dadurch geprägt, dass langjährige, aber jüngere Vereinsmitglieder die Geschicke der Union Leoben leiteten und dies bis heute sehr erfolgreich tun.

Mit dem Rücktritt von Dipl. Ing. Günther Schober im Jahr 2004 wurde in der JHV Dipl. Ing. Günther Kolb zum neuen Obmann gewählt. Der bereits eingeschlagene Weg wird seit damals erfolgreich weitergeführt.

In der nächsten Rückschau blickt der ehemalige Präsident der Union Leoben, Dipl. Ing. Günther Schober, auf die Anfänge des Vereins, den ersten Großfeld-Handballspielen zurück. Er berichtet weiters von legendären Fahrten zu Auswärtsspielen, sowie der Umstellung auf Kleinfeld-Handball und den Umzug in die Halle…

(„In die Zukunft blicken, aber die Vergangenheit nicht vergessen“ – Teil 1, mp)
zukunft seinerzeit 


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